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Wir haben es geschafft nach drei Jahren ein neues Museum!

Durch die Entstehung eines neuen "Lebenden Museum" hatten wir die großartige Möglichkeit zwei Tage mit den Ovahimba zu erleben zu können. Ein Einblick in diese einzigartige Kultur! Mit John, einem jungen hochmotivierten Herero der daran interessiert ist, ein Museum mit dem LCFN aufzubauen, konnten auch die Sprachbarrieren überwunden werden. Außerdem hat John ein Campsite direkt beim neuen Museum. Dieser Platz liegt 40 km hinter dem dreckigen Opuwo in Richtung Epupa. Mit Solarenergie und liebevoll gestalteten Plätzen ist es dort eine kleine Auszeit wert. Zur Zeit beträgt der Preis pro Person 80 Nam Dollar. 

Unser Eindruck im Ovahimba Musem 2016

Wir fahren schon so viele Jahre nach Namibia und den Hype um die Ovahimba habe ich nie verstanden. In jeder Zeitschrift - auf jedem Foto ist diese Kultur zu sehen. Es gibt so viele unterschiedliche Kulturen in diesem Land! Mich persönlich faszinieren die San. 

Nun ergab es sich, dass wir durch den LCFN zwei Tage 40 km nördlich von Opuwo bei den Ovahimba verbringen durften. 

Wir betraten das Dorf und machten gleich einen großen Fehler. Wir sind einmal quer durch den Kral gelaufen um alles anzustarren. Leider stellte sich erst am zweiten Tag heraus, dass der Besucher erst einmal durch den "Gäste-Eingang" und dann hinter den Hütten zum Stammesoberhaupt geht. Dort stellt man sich vor. Das Stammesoberhaupt zeigt sein Willkommen und der Besucher kann sich erst dann frei bewegen. Man beachte aber, die magische Linie zwischen seiner Hütte mit seiner ersten Frau und  zum Kral wo die Ziegen und Kühe stehen nie zu überschreiten. Dort brannte ein Feuer und dort durften sich nur die Männer bewegen. Ein solches Dorf besteht aus einer Familie. Die 1. Frau - 2. Frau - 3. Frau auf der einen Seite und auf der anderen Seite die restliche Verwandschaft. Bei diesem Workshop ging es um einen kulturellen Austausch zwischen den Damara und den Ovahimba. Die beiden Kulturen waren sich sehr fremd und sprachen nicht dieselbe Sprache. Trotzdem schafften sie es, Barrieren zu beseitigen und einige Tage zusammen zu verbringen. Zum großen Fest wurden zwei Ziegen geschlachtet. Die Damaras töten die Ziege durch einen Halsschnitt - und mir wurde schlecht - und die Ovahimbas erwürgen das Tier. Das ist schon ein sehr leidvoller Prozess. Das Fleisch wird gekocht, natürlich ohne Gewürze und dann auch gleich gegessen.

Die Schmiedekunst ist sehr geheim. Der Schmied sitzt außerhalb des Dorfes. Wir durften an seiner Arbeit teilhaben. Was für eine Ehre! Die Tongefäße herzustellen bedarf eine Zeit von mehren Tagen. Die fertig erstellten Gefäßen werden an einen dunklen Ort gestellt und drei Tage lang darf niemand die Gefäße anschauen. Wenn solch ein Gefäß zerbricht, hat einer einen Blick auf das Gefäß geworfen....

 

Mich haben diese zwei Tage total begeistert! Wo darf und kann ich so authentisch eine andere Kultur erleben?

 

Das Dorf ist am 5. November 2016 eröffnet wurden! Besucher sind herzlich willkommen. Es liegt auch ein neues Campsite direkt an dem Museum. Hier kann man bei Solarenergie locker zwei Nächte verweilen. 

Titelsong mit den Ju/'Hoansi von der Living Culture Foundation

Wir unterstützen den LCFN
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